Zugang ersetzt bekannterweise Besitz. Das Leihen von Verkehrsmitteln aller Art erorbert sich langsam einen fixen Platz in unserem Verkehrsmittel-Mix. Wien war mit seinem City-Bike-Programm bei den ersten St?dten der Welt. Zehn Jahre sp?ter hat jede Weltstadt, die etwas auf sich h?lt, ein solches Rad-System. Seit heuer nun endlich auch New York City.

In San Francisco erprobt man gerade ein neues Leih-System – dieses Mal für Elektro-Scooter. Das liegt sehr nahe und es überrascht, dass noch niemand früher auf diese Idee gekommen ist. Denn Elektro-Scooter haben gegenüber den vandalensicheren Fahrr?dern doch einige Vorteile, die für bestimmte Personen/Situationen relevant sind. Insbesondere in San Francisco, wo man angesichts der vielen Hügel-Strecken mit dem Fahrrad ganz sch?n ins Schwitzen kommen kann.

Das Start-Up Scoot betreibt derzeit 7 Stationen in San Francisco und plant einen zügigen Ausbau. Wer Mitglied beim Scoot Network ist, leiht den Scooter für die erste Stunde um 5 US-Dollar, jede weitere Stunde kostet nur 1 US-Dollar. Die Mitgliedschaft kostet 5 US-Dollar im Monat. Helm befindet sich im Staufach unter dem Sitz; für’s Fahren ist kein eigener Führerschein erforderlich. Mit diesem System propagiert man für sich der “easiest, fastest, cheapest ride in SF” zu sein.

Dafür braucht man ein Smartphone. Und hier ist der Knackpunkt des Systems, das es so interessant macht. Jeder Scooter kann nur gestartet werden, wenn das Smartphone eines berechtigten Mitglieds in die Docking-Station gesteckt wird. Dort bleibt es dann auch w?hrend der Fahrt. Dort dient es dem Fahrer als Tachometer, Navi, Anleitung und Bezahl-Option. Für die Betreiber-Firma dient es als Tracking-Device für ihre Scoots.

Elektro-Scooter eignen sich für das beschriebene System perfekt. Derzeit reicht eine Batterieladung für 25 Meilen (ca. 37 km). Das reicht für Fahrten in der inneren Stadt von San Francisco. L?ngere Trips sind gar nicht erwünscht, um ausreichend Scooter im Kreislauf behalten zu k?nnen. Ein gezieltes Auge, wo die Scoots verbleiben, hat man au?erdem über das Smartphone-Tracking. Wer jenseits der Golden Gate Bridge herumcruist, riskiert seine Mitgliedschaft zu verlieren.

Das System scheint vielversprechend zu sein. Radfahren ist super, aber nicht treten müssen, h?tte in bestimmten Situationen einen Vorteil – auch in Wien, finden wir.

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