Das eigene Auto vermieten? Wer macht das eigentlich?! Immer mehr Menschen. Unter anderem diese drei Autobesitzer: Beate aus Graz, Klaus aus Wien und Markus, auch aus Wien. Wir haben mit den dreien über Ihre Motivation, ihr Auto zu vermieten, und ihre Erfahrungen dabei gesprochen. Alle drei sind auf carsharing247.at aktiv. Ihre Erfahrungen machen auf alle Fälle Mut, es selbst einmal zu versuchen.

Liebe Carsharer, warum vermieten Sie Ihr Auto? Was hat den Ausschlag dafür gegeben?

Klaus: Meine Freundin und ich sind Ganzjahres-Allwetter-Radfahrer. Ich habe mein letztes Auto 2011 verkauft. Nun share ich bereits mit meiner Freundin deren Auto. Aber der Wagen steht trotzdem immer noch wochenlang ungenutzt herum, bis wir wieder einmal einen Weg haben, der nicht mit dem Fahrrad möglich ist. Eine totale Vergeudung ist das, aber Carsharing247 ist die Lösung  - jetzt ist das Auto nicht mehr so eine sinnlose Vergeudung, und außerdem ist es sowieso besser für die ganze Maschine, wenn sie benutzt wird.

Beate: Der Wohnortwechsel vom Land in die Stadt stellte mich vor die Frage: mir den Luxus Auto weiterhin gönnen oder ein fast neues Auto zu einem eventuell für mich schlechten Preis verkaufen? Und was, wenn ich in Kürze dann doch beruflich oder aus sonstigen Gründen wieder eines bräuchte? Würde ein Leben ohne Auto meine (persönliche) Freiheit (zu) stark einschränken, wenn ich mich immer mit meinem Freund absprechen müsste? Und so bin ich dann auf’s Carsharing gestoßen. Warum nicht teilen, wenn beide Seiten einen Vorteil daraus ziehen? Ich kann einen Teil meiner Fixkosten teilen. Mein Auto steht nicht hauptsächlich herum und andere bekommen zu einem adäquaten Preis eines, wenn sie es brauchen!

Markus: Wir waren eigentlich kurz davor, unseres zu verkaufen, da wir es fast nicht brauchten. Ursprünglich kauften wir es, als unser Sohn geboren wurde, anfangs brauchten wir es öfters. Dann stieß ich im September auf die Seite von carsharing247.com, rein zufällig, als ich einen Artikel in der Zeitung las. Hier sah ich dann die Möglichkeit, einen Teil der Fixkosten wieder reinzuspielen und gleichzeitig das Auto zu nutzen (auch wenn es anderer tut). Mein Vater (ehemaliger Karosseriespenglermeister) [sagt immer]: Ein Auto muss gefahren werden!

Und wie läuft das in der Praxis ab: Wie oft wird Ihr Auto im Durchschnitt gemietet? Gibt es da schon Stammkunden?

Klaus: Wir haben bisher etwa an zwei Tagen in der Wochen Mieter für einen Tag. Wir sind aber erst kurz dabei und hatten auch schon Anfragen für längere Zeiträume, ist aber aufgrund unserer Vorsicht noch nix geworden. Auch haben wir bereits einen Stammkunden, mit dem wir allerdings schon vorher befreundet waren – aber das ist ja das gute an dem System: Auch für Freunde eignet es sich, man geht dank des Versicherungssystems von Carsharing247 kein Risiko ein. Es entwickelt sich jedenfalls toll, es gibt ganz viele Anfragen und wir sind zuversichtlich, dass das bald noch besser laufen und unser Wagen noch öfter in Benutzung kommen wird. Das System von Carsharing247.com ist jedenfalls wirklich herausragend gut organisiert, vor allem versicherungsseitig ist da alles lückenlos und wasserdicht.

Beate: Ich bin ja erst seit einem Monat aktiver Vermieter und hatte glaube ich einen sehr guten Start mit bisher acht Miettagen, eine Mieterin bereits zum zweiten Mal.

Markus: Stammkunden gibt es nicht, es ist eigentlich verschieden. Es hängt auf jeden Fall von der Jahreszeit ab: wenn es schön ist, gibt es mehr Interessenten. Jetzt im Mai war es zum Beispiel bis auf ein Wochenende immer verliehen.

Ganz ehrlich: Haben Sie gar keine Angst um Ihr Auto? Gab es auch schon unangenehme Überraschungen?

Klaus: Freilich sichern wir uns ab und sind vorsichtig, wir wollen nicht leichtfertig riskieren, dass jemand unseren Wagen kaputt macht – notfalls verlangen wir den Zeitwert des Wagens, ca. 2500 Euro, als Kaution. Aber generell ist ein Auto ein Gebrauchsgegenstand – mehr Gefühle haben wir in dieser Hinsicht nicht, und Angst hat sowieso noch niemandem geholfen. Und nein, bislang gab es nur positive Überraschungen.

Beate: Wer positiv denkt, dem passiert auch nichts – so mein Grundgedanke. Es gehört natürlich einiges an Vertrauen dazu, “Fremden” sein Auto zu überlassen. Aber die verpflichtende Kaskoversicherung und die dahinterstehende Plattform und deren gute Organisation bestärken mich zusätzlich. Böse Überraschungen gab es noch keine – ganz im Gegenteil, ich habe schon sehr nette Mieter/innen kennengelernt!

Markus: Angst eigentlich nicht. Einmal gab es ein unerfreuliches Erlebnis, als ein Mieter nicht zur vereinbarten Zeit erschien, auch nicht anrief. Da ging ich sogar zur Polizei. Gott sei Dank löste sich alles in einem Missverständnis auf. Aber auch in dem Fall sind alle Eventualitäten durch eine Versicherung abgedeckt, die über die Plattform abgeschlossen werden kann.

Würden Sie das Carsharing als Vermieter weiter empfehlen? Warum? Warum nicht? Was könnte besser sein?

Klaus: Gemessen an unseren bisherigen Erfahrungen können wir Carsharing247 bedingungslos empfehlen – es ist hinsichtlich der leidigen Auto-Thematik die einzig wahre Logik.

Beate: Auf jeden Fall – aber nur für eher offene und vertrauensvolle Menschen, die recht flexibel sind, damit die Vermietung auch gut über die Bühne gehen kann! Wien geht, wenn man sich die Homepage so ansieht, als gutes Beispiel voran, aber auch Graz ist immer stärker vertreten! Vielleicht könnte noch mehr Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden – viele in meinem Freundeskreis wussten davon noch nichts und sind schon öfters auf “professionelle” Anbieter ausgewichen.

Markus: Auf alle Fälle! Das Teilen, sei es von Autos als auch anderen Sachen/Objekten ist ein Modell der Zukunft und wird immer stärker werden. Die Leute müssen nur den Mut dazu haben.

Markus, Beate und Klaus, vielen Dank für Eure Antworten!